Berufsfachschullehrperson für den berufskundlichen Unterricht BKU

Berufsfachschullehrpersonen für den berufskundlichen Unterricht vermitteln den Lernenden den theoretischen Teil der beruflichen Grundbildung. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, den Lernenden die benötigten Fachkenntnisse so zu vermitteln, dass sie das Gelernte in die Praxis umwandeln können. Die Ausbildungsinhalte stützen sich auf die Bildungsverordnungen und die Bildungs- sowie Schullehrpläne. Zudem berücksichtigen sie die Entwicklungen.

Berufsfachschullehrpersonen für den berufskundlichen Unterricht lehren Verfahren zum Wissensaufbau und zur Informationsverarbeitung. Zusätzlich begleiten sie die Lernenden in ihrer beruflichen Entwicklung und beraten sie in Ausbildungsfragen im Allgemeinen.

Mindestanforderungen:
Je nach Höhe des gewünschten Unterrichtspensums, bestehen unterschiedliche Mindestanforderungen:

Für Berufsfachschullehrperson im Nebenamt (<50%)

  • Abschluss der höheren Berufsbildung wie Eidgenössischer Fachausweis und/oder Eidgenössisches Diplom als Coiffeuse/Coiffeur oder Diplom HF oder gleichwertige Qualifikation
  • Nebenberufliche Anstellung als Lehrperson oder Absolvierung eines Praktikums an einer Berufsfachschule

Für Berufsfachschullehrperson im Hauptamt (>50%)

  • Abschluss der höheren Berufsbildung wie Eidgenössischer Fachausweis und/oder Eidgenössisches Diplom als Coiffeuse/Coiffeur oder Diplom HF oder gleichwertige Qualifikation
  • Ca. ein Jahr Unterrichtserfahrung in BKU mit vier Lektionen pro Woche. Je nach Ausbildungsinstitut kann diese Zahl variieren.
  • Hauptberufliche Anstellung als Lehrperson an einer Berufsfachschule

Über Details informieren die Bildungsinstitutionen.

Inhalte

Im Studiengang behandeln die Studierenden folgende Bereiche und Themen:

  • Berufsbildung und ihr Umfeld: Berufsbildungssystem, gesetzliche Grundlagen, Beratungsangebote;
  • Lernende Person: berufliche Sozialisation von Jugendlichen und Erwachsenen in Betrieb, Schule und Gesellschaft;
  • Lehren und Lernen: Planung, Durchführung und Auswertung von Lernveranstaltungen, Unterstützung und Begleitung der Lernenden in ihrem konkreten Bildungs- und Lernprozess, Evaluation und Selektion auf dem gesamten Spektrum der Begabungen;
  • Umsetzung des Gelernten in betriebliche Ausbildungsprogramme und schulische Angebote;
  • Rollenverständnis als Lehrende, Aufrechterhaltung des Kontakts mit der Betriebs- und Schulwelt, Planung der eigenen Weiterbildung;
  • Umgang mit den Lernenden und Zusammenarbeit mit ihren gesetzlichen Vertretern und den Behörden, mit den Lehrbetrieben, der Berufsschule sowie anderen Lernorten;
  • Allgemeine Themen wie Arbeitskultur, Ethik, Genderfragen, Gesundheit, Multikulturalität, Nachhaltigkeit, Sicherheit am Arbeitsplatz.

Dauer

2 bis 4 Jahre, berufsbegleitend (Hauptamt: 1800 Lernstunden, Nebenamt: 300 Lernstunden)

Ausbildungsinstitutionen

Abschluss
Eidgenössisch anerkanntes Diplom für den Unterricht an Berufsfachschulen im Bereich Berufskunde (im Neben- oder Hauptamt).

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